Beschreibung
Mark Krauses Werke zeichnen sich durch erzählerische Tiefgründigkeit und Subtilität aus, voller Allegorien und Referenzen. Werke mit unterschiedlichen zeitlichen wie räumlichen Perspektiven, irgendwo zwischen Kalkül und Spontaneität schwankend, eine Malerei zwischen Figuration und Abstraktion, mitunter live gemalt, mitunter in der Natur, dann wieder im Atelier, oft verschiedene Schaffensphasen vereinend.
Mark Krause wurde 1971 in Wurzen bei Leipzig geboren. Man merkt, dass er sich einer ostdeutschen Malereitradition verbunden fühlt. Die hohe sprachliche Genauigkeit, das exzellente handwerkliche Können, die klassische Bildung, gute Kenntnisse der großen Dichter und Denker, der antiken Mythologie sowie der Kunstgeschichte und vor allem die starke figurative Tendenz sind Elemente, die an Kunst aus der Neuen Leipziger Schule erinnern. Es sind jedoch andere Namen, große Namen, die ihn prägten, von Edward Pramuk in Louisiana bis hin zu Markus Lüpertz und Hermann Nitsch, bei denen er an der Kunstakademie in Bad Reichenhall lernte.
Die Bezüge zu seiner Malerei liegen oft in der direkten Tübinger Umgebung, finden sich aber auch wieder in den vielen Reisen, sei es nach Südamerika, Bulgarien, Teneriffa oder an die Ostsee sowie in surreal konstruierte Landschaften, meist aber irgendwo dazwischen. Mark Krause ist ein reisender Maler, ein Maler auf Reisen, im Leben wie in der Kunst.
Bekannt wurde Mark Krause vor allem durch seine Live-Malerei, meist im Dialog mit einem Musiker oder ganzen Orchestern, manchmal auch mit Tanz: Malerei und Musik, sich gegenseitig inspirierend. Bilder malen heißt für ihn experimentieren, von der Wahl der Malmittel, der Farb- und Themenwahl bis hin zum zunächst banal erscheinenden Erstellen von Chassis und Leinwand, für die zuweilen Bettrahmen, Teile von Stühlen, Tischdecken und Matratzenstoff Verwendung fanden. Denn für Mark Krause kommt es beim Malen vor allem auf den Entstehungsprozess an, fast genau so sehr wie auf das fertige Bild.
